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Khoiba

Khoiba - NICE TRAPS

"Prag lässt mich nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen. Da muss man sich fügen. An zwei Seiten müssten wir es anzünden [...] dann wäre es möglich, dass man loskommt." Das schrieb der 19 jährige Franz Kafka an seinen Jugendfreund Oskar Pollak. Wie wir heute wissen, kam Franz Kafka nie los von der Stadt, mit der ihn eine lebenslange Hassliebe verband.

Khoiba kommen ebenfalls aus Prag. Der junge Kafka hätte, wenn er in der heutigen Zeit leben würde, wohl des öfteren ein Konzert der drei Ausnahmekünstler besucht. Warum? Khoiba lässt einen auch nicht los. Krallt sich fest. Bleibt in Erinnerung. Nice Traps eben.

In einer Stadt, in dem einem in manchen Gassen das Gefühl beschleicht, durch die Kulisse eines expressionistischen Stummfilms zu schreiten, in ständigem Dunst und begraben unter einer Rußschicht, als wäre das Schießpulver in einem der gotischen Pulvertürme explodiert, entstand das Debütalbum von Khoiba. Die Musik dazu: schwarz/weiß und nebelverhangen - kühl und ergreifend - nachdenklich und melancholisch.

"Nice Traps" - der Titel des Debütalbums von Khoiba, erklärt eigentlich schon alles. Das Cover zeigt eine junge Frau, der offenbar ein Insekt in die Falle gegangen ist. Selbst Kafkas Käfer aus "Die Verwandlung" würde sich gerne dazugesellen und Teil Khoibas sein. Aber Schluss mit Prag, Kafka und Konsorten. Konzentration auf das Hier und Jetzt - auf Khoiba.

Ema Brabcová, die nicht nur als Sängerin und Songwriterin, sondern auch am Synthesizer mit von d er Partie ist und Filip Míšek (Gitarre, Synthesizer) sind Khoiba. Komplettiert wird die Band, die im Mai 2002 gegründet wurde, durch Petr Šámal (Bass) und Jan Malich (Drums). Die musikalischen Anfänge der Bandmitglieder reichen weit zurück. Filip Míšek und Petr Šámal trafen sich vor vielen Jahren und spielten gemeinsam in einer Band namens "hummingbird". Ungefähr zeitgleich begann Filip Míšek ebenfalls in der Band "roe-deer" mitzuwirken. Dort lernte er die begabte Sängerin Ema Brabcová kennen. Relativ schnell wurde beiden klar, dass sie gemeinsam eine andere Art von Musik machen wollten - und Khoiba wurde geboren.

Der Sound von Khoiba ist ein gelungenes Wechselspiel zwischen elektronischer Musik und klaren, melodiösen Gitarrenklängen, ein kreativer und ideenreicher Downtempo-Mix, der eine ganz eigene Atmosphäre schafft. Einen wesentlichen Anteil hieran hat natürlich Ema Brabcová mit ihrer unverwechselbaren und wandelbaren Stimme, die in die sphärische Khoiba-Klangwelt entführt. Ihren Musikstil beschreiben Khoiba selbst als "Pop", als "atmosphärisch, voll von melancholischen und positiven Emotionen, mal lebhafter, mal ruhig". Jeder Track hat seine eigene Geschichte und auch seine ganz eigenen, ihm innewohnenden Emotionen.

Khoiba überzeugen allerdings nicht nur im Studio, sie bieten europaweit Live-Auftritte, die sie akribisch vorbereiten und auch genießen. Ob in ihrem Heimatland oder in Frankreich, Deutschland, Holland oder Österreich - mit ihrem Sound überzeugten sie mittlerweile bei über 50 Gigs und Festivals. "Live-Auftritte sind für uns von großer Bedeutung und stets ein besonderes Ereignis, denn das gibt uns stets ein außergewöhnliches Gefühl. Wir freuen uns, wenn der Funke überspringt und wenn wir direkt von unserem Publikum Feedback erhalten", sagen die Bandmitglieder und man merkt ihnen an, dass die Musik in ihrem Leben eine wesentliche Bedeutung besitzt. "Der beste Weg seine Gefühle und Gedanken auszudrücken ist die Musik. Wir sind von ihr insgesamt fasziniert, und dieses Gefühl wird von Tag zu Tag immer intensiver...".

In Prag genießen Khoiba eine große Popularität, die mittlerweile auch in der ganzen Tschechischen Republik rasend anwächst. Die Band geht eben ihren ganz speziellen Weg, ist experimentierfreudig, mutig und lässt sich in kein Schema pressen: "Bei uns gibt es viele gute Bands und viele gute Sänger, aber die meisten klingen doch alle gleich und auch die Radiostationen spielen meistens nur das, was eben immer läuft. Wir verwirklichen ungewöhnliche musikalische Ideen und merken, dass unser Sound bei immer mehr ZuhörerInnen tolle Resonanz findet".

So gesehen muss man Kafka widersprechen. Es gibt einen triftigen Grund, Prag doch zu lieben: Khoiba.

Khoiba sind:

EMA BRABCOVÁ (VOC.)
FILIP MISEK (GIT., SYNT.)
PETR ŠÁMAL (BASS)
JAN MALICH (DRUMS)


Khoiba
aktuelles Album:
"Nice Traps"
Mole / IXTHULUH

VÖ Album:28.04.

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PRESSETEXT monkey.
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audio.box 
Audio Sample "Pure Hands"
.mp3 (686 kb)

Audio Sample "Pathetic"
.mp3 (819 kb)

Audio Sample "That Reason "
.mp3 (505 kb)


event.box 
26.06.2005
Wien - Donauinselfest (Ega Bühne), Beginn: 19:35 Uhr

15.07.2005
Neuhofen/Ybbs - Rock am Bach (zusammen mit "Slut" etc.)

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::Khoiba::
::Album: "Nice Traps"

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Georg Rosa